Bio-Verbände



Bio-Lebensmittel werden nach der EG-Ökoverordnung 2092/91 streng kontrolliert und zertifiziert. Bio steht für artgerechte Tierhaltung, bodenschonenden Landbau ohne den Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern und den Verzicht auf Gentechnik.
Darüber hinaus reichen die Richtlinien der Anbauverbände. Wir möchten Ihnen hier die drei größten Abauverbände in Deutschland vorstellen:
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Bioland ist der größte Anbauverband für deutsche Bio-Land- und Viehwirtschaft. Die Wirtschaftsweise basiert auf einer Kreislaufwirtschaft – ohne synthetische Pestizide und leichtlösliche Stickstoffdünger. Die Tiere werden artgerecht gehalten und die Lebensmittel schonend verarbeitet.

Richtlinien und Rechtsgrundlagen
Die ersten Richtlinien erarbeitete Bioland in den 70er Jahren für die Erzeugung von Pflanzen. Seitdem werden diese kontinuierlich weiterentwickelt. Zu diesen Verbandsvorgaben kamen 1979 spezifische Verarbeitungsrichtlinien für Milch(produkte), Brot und Backwaren, Getreideerzeugnisse, Wurst- und Fleischwaren, Wein/Sekt und viele mehr hinzu. Die Einhaltung der Richtlinien sind für Erzeuger und Lebensmittel-Hersteller verpflichtend und werden vom Verband kontinuierlich überprüft. Diese privatrechtlichen Standards standen bei der Erarbeitung der EU-Öko-Verordnung Pate.

Kontrolle
Jeder Bioland-Betrieb wird regelmäßig von einer unabhängigen, staatlich zugelassenen Kontrollstelle geprüft. Zusätzlich werden unangekündigte Stichprobenkontrollen durchgeführt. Stößt die Kontrollstelle bei diesen Kontrollen auf Mängel oder Verstöße gegen die Richtlinien, so wird der Betrieb gemahnt und mit entsprechenden Sanktionen belegt. Bei schweren Verstößen droht der Ausschluss aus dem Verband.

Mehr unter www.bioland.de
 


.demeter steht für die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise, die als nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung gilt. Durch selbst hergestellte, feinstofflich wirkende Präparate wird die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig gefördert und das charakteristische Aroma der Lebensmittel voll entwickelt.

Wenn Demeter draufsteht, ist Demeter drin
Demeter ist das Markenzeichen für Produkte aus biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise. Nur streng kontrollierte Vertragspartner dürfen das Demeter-Zeichen nutzen. Lückenlos wird überprüft, ob vom Anbau bis zur Verarbeitung die konsequenten Richtlinien des Demeter-Verbandes eingehalten werden. Hinzu kommt die staatliche, jährliche EG-Bio-Kontrolle nach der EG-Bio-Verordnung, die den Mindeststandard für ökologische Waren regelt. Die ganzheitlichen Demeter-Ansprüche gehen darüber hinaus. Sie erfordern neben dem Verzicht auf synthetische Dünger und chemische Pflanzenschutzmittel beziehungsweise künstliche Zusatzstoffe in der Weiterverarbeitung eine gezielte Förderung der Lebensprozesse im Boden und in der Nahrung. Demeter-Landwirte und -Verarbeiter sind aktive Gestalter einer lebenswerten Zukunft. Sie garantieren Lebensmittel mit Charakter, deren arttypischer Geschmack zum intensiven und gesunden Genuß-Erlebnis werden.

Vom richtigen Zeitpunkt
Für alles im Leben gibt es geeignete und weniger passende Zeiten - die Kunst besteht darin, sie zu unterscheiden. Dieser Aufgabe stellen sich die Demeter-Bauern im Jahreslauf ihrer Arbeiten. Sie bauen dabei auf kosmische Rhythmen. Ihr Einfluß auf die Pflanzenwelt ist unbestritten und auch viele Tiere reagieren nachweislich auf die Kräfte aus dem Universum, etwa bei der Fruchtbarkeit. Die biologisch-dynamische Konstellationsforschung untersucht seit Jahrzehnten die Auswirkungen planetarischer Ereignisse auf landwirtschaftliche Kulturen. Es ist wissenschaftlich belegt, dass bei abnehmendem Mond geschlagenes Holz widerstandsfähiger gegen Holzwurmbefall und Fäulnis ist. Möhren bringen nach der Aussaat vor Vollmond besonders gute Erträge und sind optimal lagerfähig, während Kartoffeln dabei Mindererträge zeigen. Die kosmische Dimension unseres Lebens ist Demeter-Bauern täglich neu eine spannende Herausforderung.

Mehr unter www.demeter.de



Naturland schützt unsere Umwelt und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen durch eine naturgemäße Wirtschaftsweise und Sozialcharter in allen Bereichen des Landbaus. Bio-Projekte vom Kaffeeanbau bis hin zur Aquakultur finden sich auf der ganzen Welt.

.NaturlandVerband für ökologischen Landbau e.V.
Naturland fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 46.000 Bauern einer der größten ökologischen Anbauverbände. Als zukunftsorientierter Verband gehören für Naturland Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen. Naturland Bauern und Verarbeiter arbeiten mit höchsten ökologischen Standards, die strenger sind als die des Bio-Siegels. Sie erzeugen ohne Gentechnik hochwertige Lebensmittel – zum Schutz von Umwelt und Verbraucher. Naturland engagiert sich weit über die Lebensmittelproduktion hinaus.


Naturland Richtlinien
Die Entwicklung von Richtlinien und ihre Umsetzung in die Praxis ist das Herzstück der Arbeit eines ökologischen Landbauverbandes. Im Zentrum aller Naturland Richtlinien steht ein ganzheitlicher Ansatz, nachhaltiges Wirtschaften, praktizierter Natur- und Klimaschutz, Sicherung und Erhalt von Boden, Luft und Wasser sowie der Schutz des Verbrauchers.
Naturland Richtlinien gab es längst, bevor die ersten gesetzlichen Regelungen der EU zum ökologischen Landbau verabschiedet wurden. Und auch heute gehen von der konsequenten Weiterentwicklung unserer Richtlinien wichtige Impulse aus.

Naturland Richtlinien decken dabei auch Bereiche ab, die in der EG-Öko-Verordnung nicht geregelt sind, wie z.B. die ökologische Aquakultur, Textil- und Kosmetika-Herstellung oder auch soziale Aspekte über die Sozialrichtlinien.

Mehr unter www.naturland.de